Ausstellungsstationen

 

  • 18.07.-12.09.2020
    Bad Sobernheim (Marktplatz/Rathaus)
  • 13.09.-24.10.2020
    Meisenheim (Paul-Schneider-Gymnasium)
  • 25.10.-27.11.2020
    Bad Kreuznach
  • 28.11.2020-09.01.2021
    Ludwigshafen (Kulturzentrum Das Haus)
  • 2021
    Koblenz, Mainz etc.

Fake News – eine Gefahr für die Demokratie

 

Zu unserem Kulturfestival „Salon Libertatia. Musik & Diskurs“ (18.7.-1.8.2020) haben wir die Wanderausstellung „Fake News – eine Gefahr für die Demokratie“ ins Leben gerufen. Eines unserer Leitmotive ist die Stärkung einer offenen, vielfältigen und demokratischen Gesellschaft – und machen wir uns nichts vor, das gesellschaftliche Klima ist besorgniserregend. Nicht nur Rechtspopulismus, sondern auch Rechtsextremismus treten immer sichtbarer zu Tage, Fake-News gehen viral, beängstigende Mängel von Medienkompetenz offenbaren sich und Hass, Hetze und Unsachlichkeit durchziehen die Social-Media-Kanäle.

Mit der Ausstellung wirken wir hier entgegen und projizieren das hauptsächlich in der Online-Welt problematische Phänomen in die analoge Welt – mit dem Ziel, Filterblasen zu durchbrechen und zu spontanen und geplanten Auseinandersetzungen mit dem Thema einzuladen. Die eigens kuratierte Ausstellung verdeutlicht und analysiert Muster sowie Mechanismen von Fake-News und stärkt Medienkompetenzen.

Partner der Ausstellung sind die bundesweit bekannten Faktenchecker von „Der Volksverpetzer“. Die Berliner Blogger hinterfragen, decken auf und informieren etwa in Bezug auf Rechtspopulismus und -extremismus, Klimawandel oder die Corona-Krise.


Politisch motivierte Beschädigung der Ausstellung

Nach weniger als zwei Wochen wurde die Ausstellung politisch motiviert beschädigt und ohne jegliche Grundlage mit der Botschaft „Linke Hetze“ besprüht. Das ist natürlich paradox, gerade weil wir mit dieser Ausstellung faktenbasiert und gut recherchiert darstellen, wie Fake-News und Hetze funktionieren. Und dass es sich dabei um sachliche Analysen und keineswegs um irgendeine Form von „Hetze“ handelt, davon kann sich jeder Besucher ganz einfach selbst überzeugen. Aber Fakten interessieren solche Demokratiefeinde eben leider nicht, da sie in ihrem Weltbild gefangen sind und oft nicht mal mehr versuchen, zwischen ‚wahr‘ und ‚falsch‘ zu unterscheiden. Ihr Ziel ist es, die Gesellschaft zu spalten sowie Angst und Hass zu schüren. Wir wissen natürlich, dass Fakten und Aufklärung für diese Leute eine Bedrohung darstellen, das ist aber deren ureigenes Problem, nicht unseres. Wir lassen uns jedenfalls nicht davon abbringen, uns weiterhin mit starker Stimme für unsere offene und demokratische Gesellschaft einzusetzen, Medienkompetenzen zu stärken und wir werden alles darangeben, die Ausstellung noch an zahlreichen Stationen zeigen zu können. Im Anschluss stießen wir sowohl regional als auch überregional auf große Solidarität. Neben zahlreichen Spenden stellte das Land Rheinland-Pfalz finanzielle Hilfe für Reparatur und Schutzvorkehrungen bereit. Die diffamierende Beschmierung der Schau wurde indes mittlerweile selbst zum Ausstellungsinhalt.

An dieser  Stelle nochmals vielen herzlichen Dank an alle Unterstützer! ♥
Wer uns mit der Wanderausstellung noch weiter supporten möchte, kann gerne per PayPal an initiativefm@gmail.com spenden. 

#Anstand – Solidaritätskonzert von Kleister

Zum ursprünglich geplanten Festivaltermins am 1.8.2020 veranstalteten wir aufgrund der politisch motivierten Beschädigung ein Mini-Solidaritätskonzert mit dem HipHop-Duo „Kleister“ direkt vor der Ausstellung. Hier der Song #Anstand *BÄM*!

Stimmen zur Ausstellung

„Das zivilgesellschaftliche Engagement der IFM ist vorbildlich und unterstützenswert. Mit der Ausstellung setzt der Verein wichtige prodemokratische Zeichen und stärkt Medienkompetenzen. Die schändliche Beschädigung der faktenbasierten Schau führt exemplarisch vor Augen, wie substanzlos antidemokratische Kräfte agieren und wie wenig sie auf Fakten entgegnen können. Damit die Ausstellung noch an zahlreichen Stationen wirken kann, stellt das Land Rheinland-Pfalz daher gerne 1.000 € für die Reparatur und weitere Schutzvorkehrungen zur Verfügung.“
Staatssekretär Dr. Denis Alt, Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur

„Es ist mehr als traurig, dass man mit den nicht zu akzeptierenden Schmierereien versucht, einer offenen und ehrlichen Auseinandersetzung mit den Themen in der Ausstellung aus dem Weg zu gehen. Ich bin sicher, die Ausstellungsinitiatoren haben gut recherchiert und selbst keine ‚Fake News‘ veröffentlicht. Darauf mit Schmierereien und Sachbeschädigung zu reagieren, zeigt die Qualität der Auseinandersetzung mit dem Thema“.
Uwe Engelmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nahe-Glan

„Es ist wichtig, dass man über die Methode „Fake News“ angemessen aufklärt. Kinder und Jugendliche, die dabei sind, sich die Welt anzueignen, informieren sich häufig nicht anhand journalistischer oder wissenschaftlicher Quellen, sondern sind vor allem auf Internet-Plattformen und in sozialen Medien unterwegs, wo nicht immer klar ist, ob es sich um Information oder bloße Meinung handelt. Sie müssen lernen, dies zu unterscheiden, kritisch zu hinterfragen und zu reflektieren, um bewusst täuschenden Fake News nicht aufzusitzen. Bildung war schon immer wichtig, aber Digitalisierung braucht Bildung umso mehr!“
Karin Hofmann, Direktorin Paul-Schneider-Gymnasium Meisenheim