Ausstellung

Jüdisches Leben
im Hunsrück

Zu unserem Festival „Auf Anfang! Musik, Kunst & Solidarität“ (23. & 24.07.2021) haben wir in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Synagoge Laufersweiler die Ausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ ins Leben gerufen. Die als Beitrag zum Festjahr „2021: Jüdisches Leben in Deutschland“ verwirklichte Outdoor-Präsentation rückt jüdische Kultur in Vergangenheit und Gegenwart in den Fokus und thematisiert zudem Antijudaismus und Antisemitismus. Aktuell macht die Ausstellung in Bad Sobernheim am Marktplatz vor dem Rathaus Station. Ab dem 30. Oktober wird die Ausstellung in Meisenheim öffentlich zugänglich am Paul-Schneider-Gymnasium gezeigt, bevor sie nach Bad Kreuznach, und weitere Standorte gehen soll.

Jüdische Geschichte
in der Region erfahrbar machen

Die vom Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V. unter Federführung von Carolin Manns kuratierte Ausstellung folgt den Spuren der Juden in der Region über Jahrhunderte und gibt Einblicke in die jüdische Lebensweise und Kultur. Dabei werden auch Ausgrenzung, Antijudaismus und Antisemitismus thematisiert. Das Ziel der Ausstellungsmacher ist es, die reiche jüdische Kulturgeschichte der Region für ein breites Publikum erfahrbar zu machen und so dem Vergessen entgegenzuwirken. Schon früh lassen sich erste Spuren jüdischen Lebens im Hunsrück verzeichnen. Nach der Vertreibung aus den Städten siedelten sich ab dem 16. Jh. zahlreiche Juden auf dem Land an und bildeten auch im Hunsrück kleine jüdische Gemeinden. Zunächst nur geduldet, erfolgte erst im 19. Jh. eine langsame rechtliche Emanzipation und Annäherung an die christliche Mehrheitsgesellschaft. Viele Berufe blieben den Landjuden lange verschlossen und so verdingten sie sich mehrheitlich als Viehhändler oder umherziehende Kaufleute, lebten in ärmlichsten Verhältnissen. So gut wie möglich versuchten sie ihre religiösen Traditionen und Bräuche aufrechtzuerhalten. Im Rhein-Hunsrück-Kreis erlebt das Landjudentum Ende des 19. Jh. seinen Höhepunkt. Dort stieg in einigen Dörfern der jüdische Bevölkerungsanteil um 1900 gar auf über 20%.

Die der Schau zugrunde liegende Projektierung, Umsetzung, Gestaltung und Koordination übernahm bzw. übernimmt weiter der gemeinnützige Verein Initiative für Freizeit und Musikkultur.

Ausstellungstour

26.07.-29.10.2021
Bad Sobernheim (Marktplatz/Rathaus)
30.10.-17.12.2021
Meisenheim (Paul-Schneider-Gymnasium)
18.12.2021-28.01.2021
Bad Kreuznach (Alte Nahebrücke)
ab 29.01.2021
Weitere Stationen sind geplant.

Bei Interesse und Fragen zur Ausstellung schreibt uns per Email an info@initiative-fm.de

Digitale Angebote zum Festjahr „2021: Jüdisches Leben in Deutschland“

Daniel Kahn & Yeva Lapsker | Live @ Auf Anfang! Festival 2021 | Full concert [Full HD]

Yiddish-Troubadour Daniel Kahn (US/DE) und Sprachkünstlerin Yeva Lapsker (RU/DE) malen eine musikalische und poetische Landschaft der jüdischen Diaspora durch die Epochen.

Yuriy Gurzhy | Live @ Auf Anfang! Festival | 24.07.2021 | Full concert [Full HD]

Yuriy Gurzhy kommt aus der Ukraine und lebt seit 1996 in Berlin. Er ist Musiker, DJ, Produzent und Radiomoderator. Einen Namen machte er sich mit dem legendären Projekt Russendisko, das er im Jahr 2000 gemeinsam mit Wladimir Kaminer initiierte. Sein musikalisches Interesse liegt in der Vermischung von u.a. traditioneller jüdischer Musik und modernen Musikgenres.

Sharon | Live @ Auf Anfang! Festival 2021 | Full concert [Full HD]

Die Pforzheimer Rapperin, die ursprünglich aus Tel Aviv stammt, hat ein Faible für deepe Texte und jazzige Beats, sucht aber auch die Competition – und vor allem die Bühne. Und dort setzt die 23-Jährige nicht nur musikalische Ausrufezeichen, sondern auch welche in puncto feministischem Empowerment!