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Oktober 2020

Fake News-Ausstellung in Bad Kreuznach eröffnet (und bereits beschädigt)

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Seit dem vergangenen Wochenende ist unsere Ausstellung „Fake News – eine Gefahr für die Demokratie“ in Bad Kreuznach auf der Alten Nahebrücke zu sehen. Dort informiert die Schau über das problematische demokratiegefährdende Phänomen, bevor sie am 28. November weiter nach Ludwigshafen wandert. Schon jetzt nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, Fake News unter die Lupe zu nehmen, und auch Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer freut sich, dass die Präsentation in der Kurstadt Station macht: „Unsere Stadt steht für Vielfalt und viele, insbesondere junge Menschen gehen für ihre Zukunft auf die Straße. Auch in der Bad Kreuznacher Kommunalpolitik wäre mehr sorgfältiger Umgang mit Fakten nützlich. Umso wichtiger ist es, dass man in dieser Ausstellung über die Gefahren und die Machart von Fake-News aufklärt.“

Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer, Merveille de Oliveira (Ausländerpfarramt), Vanessa Berg (Jugendförderung Stadt Bad Kreuznach), Luca Giongo (Ausländerpfarramt), Günter Kistner (Kreuznach für Vielfalt), Isabell Anhalt, Michael Gerhardus (beide IFM) / Foto: Hansjörg Rehbein

Ermöglicht wurde die Ausstellungsstation durch das Engagement seitens der Stadt Bad Kreuznach, des Ausländerpfarramts sowie des Bündnisses „Kreuznach für Vielfalt“. Für Günter Kister von der Fach- und Koordinierungsstelle der Partnerschaft für Demokratie Bad Kreuznach und des Bündnisses setzt die Ausstellung einen wichtigen Impuls, „sich über Fake News zu informieren, und dafür einzutreten, dass Lügen und Unwahrheit im gesellschaftlichen Miteinander entlarvt und geächtet werden, um die Demokratie zu schützen. Denn je größer die Gruppe derer wird, die die Wirklichkeit nicht mehr mit anerkannt wissenschaftlichen Fakten beschreiben, desto gefährdeter ist die Demokratie.“

Bereits nach drei Tagen wurde die Ausstellung beschädigt

Die Ausstellung wurde in Bad Kreuznach bereits nach drei Tagen beschädigt – zum zweiten Mal nach der ersten Station in Bad Sobernheim.

Zu unserem großem Ärgernis wurde die Ausstellung in der Nacht von Montag auf Dienstag erneut beschädigt – zum zweiten Mal nach der politisch motivierten Straftat in Bad Sobernheim. Leider zeigt nicht nur der Zuspruch, den wir durch die Ausstellung erfahren, deren Relevanz, sondern auch die wiederholte Aggression ihr gegenüber. Wir lassen uns dadurch nicht ins ‚Bockshorn jagen‘ und machen weiter wie geplant. In wenigen Tagen werden die Tafeln ersetzt sein. Wir wissen natürlich, dass Fakten und Aufklärung für diese Leute eine Bedrohung darstellen, das ist aber deren ureigenes Problem, nicht unseres. Wir werden uns weiterhin mit starker Stimme für unsere offene und demokratische Gesellschaft einsetzen und Medienkompetenzen stärken.

Die Ausstellung „Fake News – eine Gefahr für die Demokratie“

Mit der Wanderausstellung „Fake News – eine Gefahr für die Demokratie“ hahaben wir einen Nerv der Zeit getroffen. An den ersten beiden Ausstellungsstandorten in Bad Sobernheim und Meisenheim stieß die Schau, die sich mit strategisch motivierten Falschmeldungen auseinandersetzt, bereits auf große Aufmerksamkeit. Dank der Förderungen des Kultursommers Rheinland-Pfalz, der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie der Unterstützungen des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und „Kreuznach für Vielfalt“ geht die Ausstellung auf Tour durch Rheinland-Pfalz. Die nächste Ausstellungsstation ist das Kulturzentrum „Das Haus“ in Ludwigshafen (28.11.2020-09.01.2021). Zu den weiteren Orten und Terminen laufen aktuell noch die Abstimmungsprozesse. Diese können in Kürze auf der Website www.initiative-fm.de eingesehen werden.

Neben der Förderung von Kunst und Kultur treten wir mit starker Stimme für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft ein. Die zum diesjährigen Kulturfestival „Salon Libertatia. Musik & Diskurs“ verwirklichte Ausstellung soll den besorgniserregenden Entwicklungen in puncto Rechtspopulismus, Rechtsextremismus sowie Hass und Hetze entgegenwirken. Faktenbasiert verdeutlicht und analysiert sie Muster sowie Mechanismen von Fake-News.

Als Partner der Ausstellung fungieren die bundesweit bekannten Faktenchecker von „Der Volksverpetzer“. Die Berliner Blogger hinterfragen, decken auf und informieren etwa in Bezug auf Rechtsextremismus, Klimawandel oder die Corona-Krise. Und das sehr erfolgreich – so wurden sie von einem renommierten Medienpreis als „Blogger des Jahres 2019“ und vor kurzem mit dem Augsburger Medienpreis in der Kategorie „Mut“ ausgezeichnet.

Ausstellungsstationen

– 24.10.2020 – 27.11.2020 Bad Kreuznach, Alte Nahebrücke
– 28.11.2020 – 09.01.2021 Ludwigshafen, Das Haus
– Fünf weitere Stationen bis Mitte 2021 sind in Planung.

 

Fake News-Ausstellung geht auf Rheinland-Pfalz-Tour

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Förderungen durch Kultursommer und Landeszentrale für politische Bildung

Mit der Ausstellung „Fake News – eine Gefahr für die Demokratie“ hat der gemeinnützige Verein IFM e. V. einen Nerv der Zeit getroffen. An den ersten beiden Ausstellungsstandorten in Bad Sobernheim und Meisenheim stieß die Schau, die sich mit strategisch motivierten Falschmeldungen auseinandersetzt, bereits auf große Aufmerksamkeit. Der Ansatz, das problematische und demokratiegefährdende Online-Phänomen in den analogen Raum zu transportieren und dadurch sowohl spontane als auch geplante Auseinandersetzungen mit dem Thema zu ermöglichen, kommt gut an. Nun geht die Ausstellung auf Tour durch Rheinland-Pfalz u.a. dank der Unterstützung aus dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Durch umfassende Förderungen des Kultursommers Rheinland-Pfalz, der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie durch die Unterstützung von „Kreuznach für Vielfalt“ kann die Ausstellung an sieben weiteren Standorten in Rheinland-Pfalz gezeigt werden. Den Schlusspunkt der Tour soll das in Planung befindliche „Auf Anfang!“-Festival im Juli 2021 bilden.


Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz, schätzt sowohl den Inhalt der Ausstellung als auch das zugrundeliegende Engagement und unterstützt die Initiatoren von Anfang an. „Die Ausstellung spricht ein gesellschaftlich relevantes Thema an und ist zudem ansprechend kuratiert. Dass sie auf derart großen Zuspruch stößt und von zahlreichen Kultureinrichtungen, Schulen und privaten Initiativen aus ganz Rheinland-Pfalz angefragt wird, ist sehr erfreulich. Die IFM zeigt damit eindrucksvoll, was zivilgesellschaftliches Engagement in Bewegung setzen kann. Diese Art der Demokratieförderung ist insbesondere in unseren aktuellen Zeiten ein wichtiges und mutmachendes Signal. Das unterstützen wir gerne weiter!“
Die nächste Ausstellungsstation ist die Alte Nahebrücke in Bad Kreuznach (24.10.-27.11.2020). Im Anschluss wandert die Schau vom 28.11. bis zum 09.01.2021 nach Ludwigshafen vor das Kulturzentrum „Das Haus“. Zu den weiteren Orten und Terminen laufen aktuell noch die Abstimmungsprozesse. Diese können in Kürze auf der Website www.initiative-fm.de eingesehen werden.