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Salon Libertatia war ein Erfolg

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Am 23. Juli 2022 veranstalteten wir in Bad Sobernheim die vierte Ausgabe unseres Kulturfestivals „Salon Libertatia. Musik & Diskurs“. Nach der coronabedingt hybriden Variante im Jahr 2020 konnte das zweijährliche Festival nun endlich wieder in Präsenz durchgeführt werden. Wir sind mit dem Festivalverlauf insgesamt sehr zufrieden. Der Salon war ein großartiges Fest der Musik und des Dialogs. Über den Tag hinweg konnten wir im Marum-Park und im Kaisersaal ca. 500 Besucher:innen begrüßen. Durch den freiwilligen Eintrittspreis und die zentrale Lage nutzten viele Interessierte die Gelegenheit, in unser Programm einzutauchen. Besonders haben wir uns darüber gefreut, dass wir alle Altersgruppen sowie Gäste aus der Region und auch darüber hinaus nicht nur ansprechen, sondern auch begeistern konnten. Unser Ansatz ist es ja gerade, mit anspruchsvoller Musik sowie kultureller und politischer Bildung Orte der Begegnung zu schaffen – und das an Orten, die sonst vielleicht nicht für solche Veranstaltungen bekannt sind. Das hat hervorragend funktioniert.

Die sechs Musik-Darbietungen, die von traditionellen Klezmer- und Balkan-Sounds über Rap und experimentellen Pop und Rock bis hin zu elektronischer Musik reichten, wurden überaus positiv vom Publikum angenommen. Auch die restlichen Angebote stießen auf großes Interesse. Dazu zählte natürlich die von uns initiierte Wanderausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“, deren feierlicher Abschluss beim Salon Libertatia gefeiert wurde. Die Schau wurde vom Förderkreis Synagoge Laufersweiler kuratiert und war seit einem Jahr unterwegs. Dazu zählten aber auch der Talk mit einer Expertin der Amadeu Antonio Stiftung zu Antisemitismus und Verschwörungsmythen, der Talk mit der Rapperin Sharon, die Stadtführung zu jüdischem Leben in Bad Sobernheim sowie der Infostand des Museumvereins Synagoge Staudernheim.

IFM spendet an die Ukraine-Nothilfe

Der potenzielle Gewinn aus dem Getränkeverkauf sollte in diesem Jahr an die Ukraine-Nothilfe gespendet werden. Zwar wurde mit der Veranstaltung kein Gewinn erwirtschaftet, so dass ein Teil aus der Vereinskasse finanziert werden muss. Für uns ist es grundsätzlich aber kein Problem, dass auf Vereinsmittel zurückgegriffen werden muss. Unser gemeinnütziger Verein ist schließlich zum Zweck der Förderung von Kunst und Kultur gegründet worden und dieses Mal wollten wir speziell auch Kultur für alle durch den freiwilligen Eintrittspreis ermöglichen. Weil uns die Situation in der Ukraine jedoch umtreibt, halten wir am ursprünglichen Ziel fest und spenden dennoch 500 Euro für vom Krieg betroffene Menschen an die Aktion Deutschland hilft.

 

Vorbereitungen für „Auf Anfang!“-Festival starten wieder

Wir veranstalten im jährlichen Wechsel mit dem „Salon Libertatia“ das größere zweitägige Festival „Auf Anfang! Musik, Kunst & Solidarität“ in Auen. Anknüpfend an die kleine Erfolgsgeschichte der Vorjahre erwartet die Besucher:innen aus der Region und ganz Deutschland Ende Juli 2023 wieder ein musikalisches Füllhorn sowie ein üppiges gesellschaftsrelevantes Programm – diesmal mit einem speziellen Fokus auf die Klimakrise.

 

Förderer und Schirmherren

Ermöglicht wurde der „Salon Libertatia“ und die Wanderausstellungstour „Jüdisches Leben im Hunsrück“ durch Unterstützungen der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz sowie der Hevert Foundation.

Die Schirmherrschaft über den „Salon Libertatia“ hatten Staatssekretär Dr. Denis Alt vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit RLP, Uwe Engelmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nahe-Glan, sowie Michael Greiner, Bürgermeister der Stadt Bad Sobernheim übernommen.

Festival „Salon Libertatia“ in den Startlöchern

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Am 23. Juli 2022 öffnen wir in Bad Sobernheim zum vierten Mal die Türen zum eintägigen Kulturfestival „Salon Libertatia. Musik & Diskurs“. Vielseitige Musik, die von traditionellem Klezmer und Balkan über Rap und experimentellen Pop bis hin zu elektronischer Musik reicht, geht Hand in Hand mit kultureller und politischer Bildung. Als Veranstaltungsorte in der Felkestadt dienen von 15:00 bis 21:00 Uhr der Marum-Park sowie ab 21:15 Uhr der unweit gelegene Kaisersaal.

Das eintägige Festival markiert den feierlichen Abschluss der Wanderausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“, die seit Mitte letzten Jahres an Nahe und Hunsrück unterwegs war.

Schmackes spielt traditionelle Stücke aus der jiddischen Musik, der Romakultur und aus dem Balkan mit virtuosen Improvisationen und expressivem Gesang. © Schmackes

Kultur für alle und Spenden für die Ukraine

Um Kultur für alle zu ermöglichen, erheben wir keinen Eintrittspreis. Wir setzen wie schon 2018 auf das Pay what you want-Prinzip. Im „Salon Libertatia“ sollen schließlich alle Interessierten an einem hochkarätigen und vielseitigen Kulturangebot teilhaben können, auch jene, die sich vielleicht keine Eintrittskarten für Konzerte und Festivals leisten können. Es geht bei unseren Aktionen ja immer auch darum, Orte der Begegnung zu schaffen. Wer diesen Ansatz schätzt und uns dabei unterstützen möchte, kann das über die Crowdfunding-Kampagne unter www.startnext.com/salonlibertatia2022 machen. Einen überschaubaren Kostenanteil gilt es noch zu refinanzieren. Jeglichen durch die Veranstaltung erzielten Gewinn spendetn wir für Menschen in der Ukraine an das Bündnis Aktion Deutschland Hilft.

 

Vielseitiges Programm mit Musik, Ausstellung, Talks und Infoständen

Insgesamt sechs Musik-Acts sorgen für ein vielseitiges musikalisches Angebot. Das Repertoire der Darmstädter Band „Schmackes“ umfasst traditionelle Stücke aus der jiddischen Musik, der Romakultur und aus dem Balkan. Die junge Rapperin „Sharon“ steht für tiefgehende Texte, jazzige Beats und feministisches Empowerment. Das Duo „Mango Alfonso“ aus Heidelberg spielt groovigen und eingängigen experimentellen Pop. Welche ungeahnten Klänge und Sphären man aus nur einer Akustikgitarre herausholen kann, zeigt der virtuose Fingerpicking-Gitarrist „Christian Lehr“ aus  Odernheim. Aus den Reihen der IFM sorgt „emmaze“ mit schillernden und verspielten Technoklängen für Tanzbegeisterung. Die in Moers lebende Djane ist im Nachbarort aufgewachsen. Schließlich wird auch dem New Wave und Indie Rock des Newcomer-Duos „Cat Called Molly“ aus Idar-Oberstein eine Bühne geboten.

Die Schau „Jüdisches Leben im Hunsrück“ wurde zusammen mit dem Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V. zum letztjährigen „Auf Anfang!“-Festival verwirklicht. Neben ihr und den Konzerten von „Schmackes“ und „Sharon“ lehnen sich zwei Talks, eine Stadtführung sowie ein Infostand an das Thema „Jüdisches Leben“ an. So widmet sich ein Talk mit der Rapperin Sharon heutigem jüdischen Leben, der Rapszene sowie feministischem Empowerment. Ein weiterer Talk mit einer Expertin der Amadeu Antonio Stiftung nimmt den Zusammenhang von Verschwörungsmythen und Antisemitismus in den Fokus. Noch vor Beginn des Festivals bietet eine Stadtführung des Heimatmuseums die Möglichkeit, historisches jüdisches Leben in Bad Sobernheim kennenzulernen. Der Treffpunkt ist am Marktplatz um 13:45 Uhr.  Weiter können sich die Besucher:innen an einem Infostand des Museumvereins Synagoge Staudernheim über die wechselhafte Geschichte der dortigen Synagoge informieren. Nicht zuletzt wurde der diesjährige Festivalort mit dem Marumpark bewusst gewählt. Ein Teil des heutigen Parks gehörte ehemals der jüdischen Familie Marum, die in der Felkestadt eine Strumpffabrik betrieb.

Die junge Rapperin Sharon ist gleich zweimal auf der Bühne: Mit einem Konzert im Kaisersaal sowie als Talkgast im Marum-Park. © Sharon

Gastronomisches Angebot

Die Gäste dürfen sich nicht nur auf ein überraschendes Musik-Lineup sowie kulturelle und politische Bildung freuen, sondern auch auf besten Nahe-Wein. Das Weingut K.H. Schneider in Bad Sobernheim, das längst zu einem Aushängeschild der Nahe geworden ist, ist mit einem Weinstand vertreten. Komplettiert wird das gastronomische Angebot durch einen Eiswagen sowie Craftbiere von DENKMALz sowie einen Stand der Landmetzgerei Benno Alt.

Ermöglicht wird der „Salon Libertatia“ und die Wanderausstellungstour „Jüdisches Leben im Hunsrück“ durch Unterstützungen der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz sowie der Hevert Foundation.

Die Schirmherrschaft über den „Salon Libertatia“ haben Staatssekretär Dr. Denis Alt vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit RLP, Uwe Engelmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nahe-Glan, sowie Michael Greiner, Bürgermeister der Stadt Bad Sobernheim übernommen.

 

Programm

Marumpark:

  • 13:45-14:45 Uhr: Stadtführung „Jüdisches Leben in Bad Sobernheim“ (Treffpunkt Marktplatz; Durchführung Heimatmuseum, Bad Sobernheim)
  • 14:30 Uhr: Einlass
  • 15:00 Uhr: Christian Lehr, Fingerstyle Gitarre / Odernheim
  • 15:40 Uhr: Talk zu Antisemitismus & Verschwörungsmythen, Amadeu Antonio Stiftung
  • 16:20 Uhr: Christian Lehr, Fingerstyle Gitarre / Odernheim
  • 17:00 Uhr: Talk mit Rapperin Sharon über jüdisches Leben & Empowerment
  • 18:00 Uhr: Mango Alfonso, Experimental Pop / Heidelberg
  • 19:30 Uhr: Schmackes, Klezmer – Balkan – Roma / Darmstadt
  • ganztägig: Ausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“
  • Infostand Museumsverein Synagoge Staudernheim

Kaisersaal:

  • 21:15 Uhr: Einlass
  • 21:45 Uhr: Cat Called Molly, New-Wave, Lofi Indie / Idar-Oberstein
  • 22:20 Uhr: Sharon, Rap / Pforzheim, Tel-Aviv
  • 23:20 Uhr: emmaze, Techno / Moers, Monzingen

 

Mango Alfonso begeisterten schon mit ihrem Vorgängerprojekt „Bal“ beim Salon Libertatia 2018 das Publikum. © Mango Alfonso

 

Für den Gitarrenvirtuosen Christian Lehr aus Odernheim ist der Salon ein Heimspiel. © Christian Lehr

Weitere Informationen:

Kulturfestival „Salon Libertatia“ in Bad Sobernheim

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Am 23. Juli 2022 veranstalten wir die vierte Ausgabe unseres Kulturfestivals „Salon Libertatia. Musik & Diskurs“ in Bad Sobernheim. Ein hochwertiges Musikprogramm geht dabei wieder Hand in Hand mit kultureller und politischer Bildung. Als Veranstaltungsorte dienen von 15:30-22 Uhr der Marumpark im Zentrum der Felkestadt sowie ab 22 Uhr der Kaisersaal, der sich in unmittelbarer Nähe befindet. Das eintägige Festival markiert den feierlichen Abschluss der Wanderausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“, die zum letztjährigen IFM-Festival „Auf Anfang!“ verwirklicht wurde und sich seither auf Tour befindet.

– IFM-Mitglieder und Schirmherren im Marumpark: v.l.n.r. Staatssekretär Dr. Denis Alt MWG RLP, Tobias Kissling, Tobias Mittag, Julian Kissling, Birgit Gritti, Kerstin Recking, Norman Schäfer, Olaf Patschke, Manuel Skär (alle IFM), VG-Bürgermeister Uwe Engelmann, Stadtbürgermeister Michael Greiner (beide Schirmherren) © IFM

Schirmherren schätzen Engagement der IFM
Die Schirmherrschaft über den „Salon Libertatia“ haben Staatssekretär Dr. Denis Alt vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit RLP, Uwe Engelmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nahe-Glan, sowie Michael Greiner, Bürgermeister der Stadt Bad Sobernheim übernommen. Staatssekretär Alt freut sich, „diesen besonderen Begegnungsort in der Nahe-Region“ erneut als Schirmherr unterstützen zu können. „Die IFM setzt mit ihren Festivals und Aktionen seit einigen Jahren wichtige kulturelle und gesellschaftliche Impulse. Auch beim diesjährigen ‚Salon Libertatia‘ erwartet die Besucher:innen ein hochwertiges und überraschendes Programm aus Musik und kultureller sowie politischer Bildung.“

Vielseitiges Programm mit Musik, Ausstellung, Talks und Infoständen
Insgesamt sechs Musik-Acts sorgen für ein vielseitiges musikalisches Angebot. Das Repertoire der Darmstädter Band „Schmackes“ umfasst traditionelle Stücke aus der jiddischen Musik, der Romakultur und aus dem Balkan. Die jüdische Rapperin „Sharon“ steht für tiefgehende Texte, jazzige Beats und feministisches Empowerment. Das Duo „Mango Alfonso“ aus Heidelberg spielt groovigen und eingängigen experimentellen Pop. Welche ungeahnten Klänge und Sphären man aus nur einer Akustikgitarre herausholen kann, zeigt der virtuose Fingerpicking-Gitarrist „Christian Lehr“ aus  Odernheim. Aus den Reihen der IFM sorgt „emmaze“ mit schillernden und verspielten Technoklängen für nächtliche Tanzbegeisterung. Die in Moers lebende Djane ist in Monzingen aufgewachsen. Schließlich wird auch dem New Wave und Indie Rock des Newcomer-Duos „Cat Called Molly“ aus Idar-Oberstein eine Bühne geboten.

Die Schau „Jüdisches Leben im Hunsrück“ wurde vom Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V. unter Federführung von Carolin Manns kuratiert und von uns produziert und koordiniert. Neben ihr und den Konzerten von „Schmackes“ und „Sharon“ lehnen sich zwei Talks sowie Infostände an das Thema „jüdisches Leben“ an. So spricht unser Vorsitzender Norman Schäfer in einem Talk mit der Rapperin Sharon über jüdisches Leben heute, die Rapszene sowie feministisches Empowerment. Ein weiterer Talk mit einer Expertin der Amadeu Antonio Stiftung widmet sich dem Zusammenhang von Antisemitismus und Verschwörungsideologien. An Infoständen können sich die Besucher:innen zudem über die Geschichte der Synagogen in Staudernheim informieren.

Der diesjährige Festivalort wurde mit dem Marumpark bewusst gewählt. Ein Teil des heutigen Parks gehörte ehemals der jüdischen Familie Marum, die in der Felkestadt eine Strumpffabrik betrieb.

Der Eintritt zum „Salon Libertatia“ funktioniert wie schon 2018 nach dem „Pay what you want“-Prinzip. Die Besucher:innen entscheiden also, ob und wie viel sie bezahlen möchten. Sofern mit der Veranstaltung ein Gewinn erzielt wird, wird dieser an eine humanitäre Hilfsorganisation in der Ukraine gespendet.

Ermöglicht wird der „Salon Libertatia“ und die Wanderausstellungstour „Jüdisches Leben im Hunsrück“ durch Förderungen der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz sowie der Hevert Foundation.

 

Infos zum Salon Libertatia 2022

Ausstellung zu jüdischem Leben ab sofort in Kirchberg / Abschlussevent „Salon Libertatia“

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Ausstellung jüdisches Leben in Kirchberg; v.l.: Werner Wöllstein (Stadtbürgermeister Kirchberg), Katharina Monteith (Beigeordnete Kirchberg)

Unsere Wanderausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ macht seit dem letzten Wochenende in Kirchberg Station. Bis zum 10. Juni beleuchtet die Schau auf dem Marktplatz jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart. Das Ziel des Ausstellungsprojektes ist es, die reiche jüdische Kulturgeschichte der Region für ein breites Publikum niedrigschwellig erfahrbar zu machen und so dem Vergessen entgegenzuwirken. In Kirchberg wurden bereits 2017, 2019 und 2021 Stolpersteinverlegungen mit dem Künstler Gunter Demnig durchgeführt und im Stadtmuseum (Heimathaus) wird es in Kürze eine Ausstellung zum jüdischen Leben geben. Vor diesem Hintergrund freuen sich Stadtbürgermeister Werner Wöllstein und die Beigeordnete Katharina Monteith, die Ausstellung auch in Kirchberg zeigen zu können.

Verwirklicht haben wir die öffentlich zugängliche Präsentation zusammen mit dem Förderkreis Synagoge Laufersweiler zum letztjährigen „Auf Anfang!“-Festival. Die Kuration übernahm Carolin Manns vom Förderkreis. Im Anschluss an den aktuell sechsten Standort geht es ab dem 11. Juni weiter nach Bacharach, bevor die Tour ihren feierlichen Abschluss am 23. Juli im IFM-Kulturfestival „Salon Libertatia. Musik & Diskurs“ in Bad Sobernheim findet. Dort geht hochkarätige Musik Hand in Hand mit verschiedenen kulturellen und politischen Bildungsformaten.

Ermöglicht wurde die großangelegte Ausstellungs-Tour durch die Förderungen der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung sowie der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Die Schirmherrschaft für das zugrunde liegende Festivalprojekt wurde von Staatssekretär Dr. Denis Alt vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit RLP, Uwe Engelmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nahe-Glan, Michael Greiner, Bürgermeister der Stadt Bad Sobernheim, sowie Torsten Baus, Bürgermeister der Ortsgemeinde Auen, übernommen.

Audio-Podcast zur Ausstellung

Ergänzend zum Ausstellungsbesuch vor Ort steht Interessierten ein Audio-Podcast zur Verfügung. Im Gespräch mit dem IFM-Vorsitzenden Norman Schäfer beleuchtet Ausstellungskuratorin Carolin Manns die vielfältige jüdische Geschichte der Hunsrück-Region und die wichtige Erinnerungs- und Begegnungsarbeit des Förderkreises Synagoge Laufersweiler. Auch gegenwärtige Herausforderungen werden aufgegriffen. Der „IFM-Podcast“ kann auf allen gängigen Podcast-Plattformen wie Google Podcasts, Apple Podcasts oder Spotify sowie unter www.anchor.fm/initiativefm gehört werden.

Informationen zur Ausstellung und den Stationen unter www.initiative-fm.de

Ausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ in Kastellaun

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Zwei weitere Stationen und „Salon Libertatia. Musik & Diskurs“ in Bad Sobernheim folgen

Unsere Wanderausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ ist aktuell an ihrer fünften Station in Kastellaun auf dem Vorplatz der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück zu sehen. Verwirklicht wurde die Ausstellung zusammen mit dem Förderkreis Synagoge Laufersweiler zu unserem letztjährigen „Auf Anfang!“-Festival. Schon früh lassen sich erste Spuren jüdischen Lebens im Hunsrück verzeichnen. Die öffentlich zugängliche Präsentation folgt ihren Spuren über Jahrhunderte und gibt Einblicke in die jüdische Lebensweise und Kultur. Ab dem 23. April folgen zwei weitere Stationen in Kirchberg und Bacharach. Als Abschlussveranstaltung veranstalten wir den eintägigen „Salon Libertatia. Musik &Diskurs“ am 23. Juli in Bad Sobernheim. Dort geht  hochkarätige Musik wieder Hand in Hand mit kultureller und politischer Bildung.

– Ausstellung jüdisches Leben in Kastellaun; v.l.: Ulrich Hübel (Geschäftsstellenleiter KSK Kastellaun), Ulrich Suppus (Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V.), Anette Kramb (Erste Beigeordnete Stadt Kastellaun), Jürgen Gaß (Beigeordneter Stadt Kastellaun), Christof Pies (1. Vorsitzender Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V.)

Ergänzend zum Ausstellungsbesuch vor Ort steht Euch ein Audio-Podcast zur Verfügung. Im Gespräch mit unserem IFM-Vorsitzenden Norman Schäfer beleuchtet Ausstellungskuratorin Carolin Manns die vielfältige jüdische Geschichte der Hunsrück-Region und die wichtige Erinnerungs- und Begegnungsarbeit des Förderkreises Synagoge Laufersweiler. Auch gegenwärtige Herausforderungen werden aufgegriffen. Der „IFM-Podcast“ kann auf allen gängigen Podcast-Plattformen wie Google Podcasts, Apple Podcasts oder Spotify sowie unter www.anchor.fm/initiativefm gehört werden.

Ermöglicht wurde die ambitionierte Ausstellungs-Tour durch die Förderungen der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung sowie der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Die Schirmherrschaft für das zugrunde liegende Festivalprojekt wurde von Staatssekretär Dr. Denis Alt vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit RLP, Uwe Engelmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nahe-Glan, Michael Greiner, Bürgermeister der Stadt Bad Sobernheim, sowie Torsten Baus, Bürgermeister der Ortsgemeinde Auen, übernommen.

IFM-Podcast zu jüdischem Leben im Hunsrück

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Norman Schäfer (IFM) und Carolin Manns (Förderkreis Synagoge Laufersweiler) bei der Podcast-Aufzeichnung.

Die von uns zusammen mit dem Förderkreis Synagoge Laufersweiler realisierte Wanderausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ ist aktuell an der vierten Station in Rheinböllen vor dem Rathaus zu sehen. Als Ergänzung zum Ausstellungsbesuch vor Ort haben wir nun einen ca. 40-minütigen Audio-Podcast veröffentlicht. Im Gespräch mit dem IFM-Vorsitzenden Norman Schäfer beleuchtet Ausstellungskuratorin Carolin Manns die vielfältige jüdische Geschichte der Hunsrück-Region und die wichtige Erinnerungs- und Begegnungsarbeit des Förderkreises Synagoge Laufersweiler. Auch gegenwärtige Herausforderungen werden aufgegriffen. Am Ende des Beitrags dürft ihr euch auf einen Livemitschnitt des Konzerts von Daniel Kahn beim letztjährigen IFM-Festival „Auf Anfang!“-Festival freuen. Seine jiddische Interpretation des weltberühmten Songs „Halleluja“ von Leonard Cohen hat es selbst zu großer internationaler Bekanntheit geschafft.

Der „IFM-Podcast“ kann auf allen gängigen Podcast-Plattformen wie Google Podcasts, Apple Podcasts oder Spotify sowie unter www.anchor.fm/initiativefm gehört werden.

 

Ausstellungsimpression „Jüdisches Leben im Hunsrück“, Foto: Markus Below

Die Ausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ folgt den Spuren der Juden in der Region, gibt Einblicke in die jüdische Lebensweise und Kultur und nimmt sich historischen und heutigen Formen des Antisemitismus an. Der Fokus auf jüdischem Leben und nicht auf Verfolgungen. Denn über Jahrhunderte waren Jüdinnen und Juden im Hunsrück zu Hause und prägten die dörflichen und kleinstädtischen Strukturen. Nach der Vertreibung aus den Städten siedelten sich ab dem 16. Jh. zahlreiche Juden und Jüdinnen auf dem Land an und gründeten kleine Gemeinden. Zunächst nur geduldet, erfolgte erst im 19. Jh. eine langsame rechtliche Emanzipation und Annäherung an die christliche Mehrheitsgesellschaft. Viele Berufe blieben den Landjuden lange verschlossen und so verdingten sie sich mehrheitlich als Viehhändler oder umherziehende Kaufleute, lebten in ärmlichsten Verhältnissen. So gut wie möglich versuchten sie ihre religiösen Traditionen und Bräuche aufrechtzuerhalten. Im Rhein-Hunsrück-Kreis erlebte das Landjudentum Ende des 19. Jh. seinen Höhepunkt. Dort stieg in einigen Dörfern der jüdische Bevölkerungsanteil um 1900 gar auf über 20%.

Die Schau wurde für das letztjährige IFM-Kulturfestival „Auf Anfang! Musik, Kunst & Solidarität“ von Carolin Manns vom Förderkreis Synagoge Laufersweiler kuratiert. Für die Projektierung, Konstruktion, Gestaltung und Koordination zeichnet die IFM verantwortlich.

Infos zur Ausstellung  und den Stationen

Ministerium unterstützt Ausstellung zu jüdischem Leben

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Nach Rheinböllen folgen weitere Stationen

Unsere Outdoor-Ausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ ist an ihre vierte Station nach Rheinböllen vor das Rathaus weitergewandert. Die von uns zusammen mit dem Förderkreis Synagoge Laufersweiler verwirklichte Schau beleuchtet die vielfältige jüdische Geschichte der Hunsrück-Region. Ab dem 12. März folgen drei weitere Stationen sowie eine Abschlussveranstaltung im Sommer mit Musik und prodemokratischen Angeboten in Bad Sobernheim.

Zusammen gegen das Vergessen! Die Ausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ in Rheinböllen; v.l.: Hans-Werner Johann (Förderkreis), Bernd Raab (Stadt Rheinböllen), Carolin Manns (Förderkreis), Staatssekretär Denis Alt (Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit“, Christof Pies (Förderkreis), Norman Schäfer (IFM)

Ermöglicht wurde die ambitionierte Tour durch die Förderung des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz. Staatssekretär Denis Alt zeigte sich bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides über 2.000 Euro an unseren Vorsitzenden Norman Schäfer sehr dankbar. „Gerade in Zeiten des wachsenden Antisemitismus ist es umso wichtiger, dass wir über Informationen und Begegnungen Geschichte lebendig halten und unserer immerwährenden Verantwortung gerecht werden“, sagte Alt. „Wir konnten vergangenes Jahr auf 1700 Jahre Judentum in Deutschland zurückblicken. Seit 27. Juli 2021 sind zudem die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz UNESCO-Weltkulturerbe. Überall im Land Rheinland-Pfalz richten wir den Blick auf die jüdische Geschichte und die einzigartige lebendige jüdische Tradition. Auch die dunklen Kapitel werden nicht ausgespart.“

Weitere Förderer der diesjährigen Ausstellungstour sind die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung.

„Jahrhunderte waren Jüdinnen und Juden hier zuhause“

Kuratiert hat die Ausstellung Carolin Manns vom Förderkreis Synagoge Laufersweiler. Ihr war es besonders wichtig, „den Fokus nicht auf das Thema Verfolgung, sondern auf jüdisches Leben zu legen. Denn über Jahrhunderte waren Jüdinnen und Juden hier zuhause und prägten die dörflichen und kleinstädtischen Strukturen.“ Sie sieht die Besonderheit der Outdoor-Präsentation im niedrigschwelligen Zugang. „Passanten werden sozusagen ‚im Vorbeigehen‘ auf das Thema aufmerksam gemacht. So können Denkanstöße vermittelt und immer wieder reproduzierte Bilder über ‚die Juden‘ in Frage gestellt werden.“
Der Förderkreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Synagoge in Laufersweiler mit Leben zu füllen und ein Ort der Völkerverständigung, Begegnung und Toleranz zu sein. Seit 2014 konnte der Verein mit öffentlichen Mitteln das „Forst-Mayer Studien- und Begegnungszentrum für das Landjudentum“ ins Leben rufen.

Auch die Bürgermeisterin von Rheinböllen, Bernadette Jourdant, begrüßt das Projekt ausdrücklich. „Bei einigen Bürgerinnen und Bürgern noch im Gedächtnis, vielen schon fremd, ist die Tatsache, dass auch in Rheinböllen viele Juden lebten und ein Teil von uns waren. Heute erinnern noch ein paar Spuren an das jüdische Leben. Mit der Ausstellung können wir dazu beitragen, dass das Leben, die Vertreibung und Vernichtung der Juden nicht in Vergessenheit gerät.“ betont die Bürgermeisterin.

 

Weitere Infos zur Ausstellung und den Stationen unter www.initiative-fm.de/jlih

 

 

Zusätzliche Informationen

Zur Ausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“

Die Ausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ folgt den Spuren der Juden in der Region über Jahrhunderte und gibt Einblicke in die jüdische Lebensweise und Kultur. Dabei werden auch Ausgrenzung, Antijudaismus und Antisemitismus thematisiert. Schon früh lassen sich erste Spuren jüdischen Lebens im Hunsrück verzeichnen. Nach der Vertreibung aus den Städten siedelten sich ab dem 16. Jh. zahlreiche Juden auf dem Land an und bildeten auch im Hunsrück kleine jüdische Gemeinden. Zunächst nur geduldet, erfolgte erst im 19. Jh. eine langsame rechtliche Emanzipation und Annäherung an die christliche Mehrheitsgesellschaft. Viele Berufe blieben den Landjuden lange verschlossen und so verdingten sie sich mehrheitlich als Viehhändler oder umherziehende Kaufleute, lebten in ärmlichsten Verhältnissen. So gut wie möglich versuchten sie ihre religiösen Traditionen und Bräuche aufrechtzuerhalten. Im Rhein-Hunsrück-Kreis erlebte das Landjudentum Ende des 19. Jh. seinen Höhepunkt. Dort stieg in einigen Dörfern der jüdische Bevölkerungsanteil um 1900 gar auf über 20%.  Die Schau wurde für das letztjährige IFM-Kulturfestival „Auf Anfang! Musik, Kunst & Solidarität“ von Carolin Manns vom Förderkreis Synagoge Laufersweiler kuratiert. Für die Projektierung, Konstruktion, Gestaltung und Koordination zeichnet die IFM verantwortlich.

Zum Förderkreis Synagoge Laufersweiler

In Laufersweiler bestand eine jüdische Gemeinde von der Mitte des 18. Jh. bis zur Schändung der Synagoge und der Deportation der verbliebenen Familien im Jahre 1942. Höhepunkt deutsch-jüdischen Lebens war 1895, als Juden einen Bevölkerungsanteil von 20% bildeten. Die Gemeinde ist typisch für das Landjudentum, das sich vom 16. Jh. an bildete und vor allem im 19. Jh. die vorherrschende Lebensform jüdischer Existenz darstellte. Die 1911 erbaute Synagoge steht seit 1985 unter Denkmalschutz und ist nach umfangreichen Renovierungen Standort des Förderkreises Synagoge Laufersweiler. Die Satzung des 1989 gegründeten Vereins beschreibt die Aufgabe, die Synagoge mit Leben zu erfüllen und ein Ort der Völkerverständigung, Begegnung und Toleranz zu sein. Das einmalige Erinnerungsensemble der Gemeinde Laufersweiler besteht aus der ehemaligen denkmalgeschützten Synagoge mit Archiv, Bibliothek, Arbeitsraum und einem Gedenkraum mit der Dauerausstellung „Sie gehörten zu uns“. 2014 wurde das „Forst-Mayer Studien- und Begegnungszentrum für das Landjudentum“ gegründet, das zusätzliche digitale Angebote für Besucher:innen bereitstellt und sich mit historisch-politischer Bildungsarbeit an Jugendliche richtet.

Infos unter: www.synagoge-laufersweiler.de

Beteiligung am Festjahr „2021: Jüdisches Leben in Deutschland“

Im Jahr 2021 leben Jüdinnen*Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Im Festjahr wurden bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet, darunter Konzerte, Ausstellungen, Musik, Podcasts, Video-Projekte, Theater oder Filme. Die IFM hat sich ausgehend vom vereinseigenen Kulturfestival „Auf Anfang! Musik, Kunst & Solidarität“ intensiv am Festjahr beteiligt, um jüdisches Leben sichtbar und erlebbar machen und dem erstarkenden Antisemitismus entgegenwirken. Das Festival widmete sich neben der Ausstellung mittels hochkarätigen Musikdarbietungen, einem Talk und einer Performance jüdischem Leben in Vergangenheit und Gegenwart.

IFM-Ausstellung zu jüdischem Leben in Bad Kreuznach

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Die Ausstellung auf der Alten Nahebrücke in Bad Kreuznach präsentierten, v.l.: Vanessa Berg (Stadtjugendförderung Bad Kreuznach), Olaf Patschke (Vertreter IFM) und OB Dr. Heike Kaster-Meurer.

Die von uns ins Leben gerufene Outdoor-Ausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ ist noch bis zum 28. Januar in Bad Kreuznach auf der Alten Nahebrücke zu sehen. Verwirklicht haben wir die aus sechs Modulen und interaktiven Elementen bestehende Wanderausstellung für unser letztjähriges Festival „Auf Anfang!“ im Rahmen des Festjahres „2021: Jüdisches Leben in Deutschland“. Sie soll jüdische Geschichte und Kultur einem breiten Publikum erfahrbar machen und dem Vergessen entgegenwirken. Die Besucherinnen und Besucher folgen den Spuren der Juden in der Region über Jahrhunderte und erhalten Einblicke in die jüdische Lebensweise und Kultur. Dabei werden auch Ausgrenzung, Antijudaismus und Antisemitismus in den Blick gerückt. Kuratiert wurde die Schau vom Förderkreis Synagoge Laufersweiler unter Federführung von Carolin Manns. Die Stadtjugendförderung Bad Kreuznach unterstützte bei der Umsetzung der aktuellen Station.

Wie zuvor in Bad Sobernheim und Meisenheim erfährt die Präsentation auch in Bad Kreuznach einen großen Zuspruch. Für Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer ist die mittlerweile zweite IFM-Ausstellung auf der Alten Nahebrücke „ein wichtiger und guter Abschluss der Beiträge zum Festjahr „2021: Jüdisches Leben in Deutschland‘. Zuvor wurde in der Kurstadt mit einer Vortragsreihe der Volkshochschule im Haus der Stadtgeschichte sowie mit zwei Stolpersteinverlegungen für sechs jüdische Opfer des Nationalsozialismus an jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart erinnert.“

Im Anschluss an die Station auf der Alten Nahebrücke wandert die kulturhistorische Schau nach Rheinböllen, bevor sie an weiteren Standorten im Hunsrück gezeigt wird. Ermöglicht wird die Ausstellungstour durch Förderungen der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz sowie der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung.

Informationen zur Ausstellung

Festivalfilm zu „Auf Anfang!“ feiert Premiere

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20-minütige Dokumentation ab dem 10.12. online

Als eines der wenigen Festivals in diesem Sommer fand am 23. und 24. Juli 2021 die dritte Ausgabe von „Auf Anfang! Musik, Kunst & Solidarität“ im kleinen Ort Auen im Nahe-Hunsrück-Raum statt. Ein aufwändiger zwanzigminütiger Film des Mannheimer Filmemachers Norbert Kaiser und seiner Produktionsfirma artmetropol.tv lässt das Kulturfestival der Initiative für Freizeit und Musikkultur (IFM) nun umfassend Revue passieren. Mit eindrucksvollen Bildern und zahlreichen O-Tönen von regionalen, bundesweiten und auch internationalen Künstler:innen sowie Akteur:innen führt die Dokumentation sowohl die hohe programmatische Qualität des Kulturfestivals als auch die Besonderheit der Durchführung im Corona-Sommer 2021 vor Augen. Der Film feiert am 10. Dezember 2021 um 20 Uhr auf dem YouTube-Kanal der IFM unter www.youtube.com/initiativefm Premiere. Der Film sowie die zum Festival entstandenen Live-Konzert-Videos sind einzigartig für solch kleine Festivals. Das ist nicht nur für uns, sondern sicherlich auch für viele Beteiligte und auch die Region in dieser Hochwertigkeit Neuland. Bei unseren Planungen inmitten der Corona-Pandemie legten wir von Beginn an großen Wert auf die filmische Dokumentation und deren digitale Bereitstellung, auch weil lange Zeit überhaupt nicht klar war, ob wir in Präsenz veranstalten können. Im Endeffekt sind wir überaus glücklich, dass wir sowohl das gemeinsame Vor-Ort-Erlebnis hatten als auch starke digitale Inhalte für ein breites Publikum bieten können.

 

Zum Festival „Auf Anfang! Musik, Kunst & Solidarität“ 

Das „Auf Anfang!“-Festival bot zum dritten Mal ein ambitioniertes Programm aus Musik, Kunst und prodemokratischen Aktionen in idyllischer Atmosphäre. An beiden Tagen feierten jeweils rund 600 begeisterte Besucher:innen ein insbesondere in dieser Zeit außergewöhnliches Festivalerlebnis. Dazu kamen mit Vereinsmitgliedern, Künstler:innen, Akteur:innen, Helfer:innen und Dienstleister:innen weitere knapp 150 Personen. Das kleine Dorf Auen verwandelte sich an diesem Wochenende nicht nur zu einem weit ausstrahlenden kulturellen Hotspot, sondern auch zu einem Ort gelebter Utopie. Mit 20 Musik-Acts auf zwei Bühnen, drei Ausstellungen, Performances, vier Talks, einem eigenen Kinderbereich sowie verschiedenen Infoständen bot das üppige Programm sowohl erstklassige Unterhaltung als auch kulturelle und politische Bildung auf hohem Niveau.

Staatssekretär Dr. Denis Alt aus dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, der einer der Schirmherren des Festivals war, zeigte sich begeistert: „Die Mischung aus großartiger Musik und sehr interessanten Impulsen für den gesellschaftlichen Diskurs – u. a. durch die Ausstellungen zum Thema ‚Jüdisches Leben im Hunsrück‘ und ‚Fake News‘, trafen voll und ganz meinen persönlichen Geschmack und darüber hinaus halte ich sie für ein sehr starkes und notwendiges Signal für eine offene, solidarische Gesellschaft. Ganz nebenbei hat ‚Auf Anfang‘ dann noch gezeigt, wie man eine große Kulturveranstaltung Corona-sicher hinbekommt. Die Kombination von 3G und Outdoor mit sehr großzügigem Gelände passte perfekt in die Zeit.“

Live-Konzert-Videos

Die IFM entschied sich angesichts der pandemischen Situation schon früh dazu, mit einer reduzierten Besucherzahl und nicht mit den normalerweise angestrebten 1500 Gästen zu planen, um Engpässe und problematische Situationen weitestgehend auszuschließen. Um dennoch eine dem hochkarätigen Programm adäquate Aufmerksamkeit und Teilnahmemöglichkeit zu gewährleisten, wurden 17 Konzerte professionell aufgezeichnet. Diese sind auf dem YouTube-Kanal der IFM unter www.youtube.com/initiativefm erreichbar.

Erfolgreiches Hygienekonzept

Um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, wurde das Kulturfestival auf ein dreieinhalb Mal so großes Areal verlegt. Als zentrale Infektionsschutzmaßnahme diente eine Schnelltest-Station, die vom Bad Kreuznacher Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes betrieben wurde. Der Zutritt zum Festivalgelände und Zeltplatz konnte nur erfolgen, wenn eine vollständige Impfung, eine Genesung mit den entsprechenden Abständen oder ein tagesaktueller und zertifizierter Schnelltest vorgezeigt wurde. Zusätzlich wurden die Kontaktdaten sämtlicher Besucher über personalisierte Online-Tickets erhoben. Jens Groskopf, der mit seinem Berliner Unternehmen „Groskopf-Consulting“ für das Schutz- und Hygienekonzept verantwortlich zeichnete, war sehr zufrieden mit dessen Umsetzung. „Dies ist vor allem dadurch gelungen, dass der Veranstalter ein großes Augenmerk auf die Umsetzung der Maßnahmen hatte und sich in der Verantwortung gesehen hat, den Gästen eine sichere Veranstaltung zu ermöglichen. Positiv ist in diesem Zuge auch das Publikum hervorzuheben, was die Maßnahmen sehr gut angenommen und sich an die Regeln gehalten hatte. So sind Veranstaltungen auch in der Pandemie möglich und wir können auf solchen bewährten Konzepten aufbauen.“

Große gesellschaftliche Relevanz, hohe Besucherzufriedenheit und enorme Wertschöpfung

Zum Festival führte die IFM eine umfassende Besucherumfrage durch, die Aufschluss über Qualität und Relevanz des Festivals gibt. So sprechen die Angaben zur Besucherherkunft einerseits für ein großes regionales Interesse, denn über 50% der Besucher kamen aus dem direkten Umland bis Bad Kreuznach und Idar-Oberstein. Sie zeugen aber auch wie in den Vorjahren von der überregionalen Strahlkraft. Ca. 23% der Gäste reisten von außerhalb von Rheinland-Pfalz an, darunter über 7 % aus Hessen und 6% aus Baden-Württemberg. Es kamen aber auch Besucher:innen aus Nordrhein-Westfalen, Bayern, dem Saarland, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen. Als Ausdruck für die hohe programmatische Qualität gaben 94% der Befragten an, mit dem gesamten Festival sehr zufrieden (67,5%) oder zufrieden gewesen zu sein. 95% der Befragten gaben an, es weiterzuempfehlen (90%) oder wahrscheinlich weiterzuempfehlen. 89% Prozent gaben an, dass das Festival als Modellprojekt für Veranstaltungen in Zeiten von Corona betrachtet werden kann. Auch zu den Zielsetzungen der IFM lassen sich spannende Ergebnisse ablesen: 97% stimmen zu, dass „Auf Anfang!“ eine kulturelle Bereicherung für die Region darstellt. Für 96% setzt das Festival ein Zeichen für eine offene Gesellschaft und für 90% stärkt es den gesellschaftlichen Zusammenhalt. 71% der Befragten gaben jeweils an, dass so der Dialog zwischen Stadt und Land gefördert wird und die Veranstaltung eine touristische Bereicherung für die Region darstellt. Die Evaluationsergebnisse bestärken uns und bilden zusammen mit den wunderbaren Erlebnissen am Festivalwochenende einen fruchtbaren Nährboden für künftige Aktionen.

Neben der inhaltlichen und sozialen Bedeutung sorgte das rein ehrenamtlich organisierte Festival auch in puncto Wertschöpfung für beachtliche positive Effekte in dieser schwierigen Zeit. So sind allein in die erweiterte Region bis nach Mainz über 50.000 € geflossen, für Künstler:innen und Akteur:innen wurden insgesamt Honorare von über 23.000 € gezahlt. Dadurch wird deutlich, wie groß die wirtschaftliche Wertschöpfung solcher Kulturveranstaltungen ist, und wie wichtig diese für unsere Gesellschaft insgesamt sind.

Festival für die ganze Region

Der IFM liegt sehr viel daran, dass „Auf Anfang!“ nicht nur einfach in der Region stattfindet. Das Festival soll vor allem immer auch mit der Region zusammen auf die Beine gestellt werden. So waren zahlreiche engagierte Helfer*Innen verschiedenster Generationen aus Auen und den umliegenden Gemeinden am Festivalwochenende sowie beim Auf- und Abbau im Einsatz. Ohne deren unermüdlichen Einsatz und deren Bereitstellung von Traktoren etc. wäre die Durchführung des Festivals so nicht möglich gewesen. Das Bauunternehmen Schneider Bau sorgte für eine umfassende technische Unterstützung, der Wochenspiegel war Medienpartner. Regionale Produkte von der Kappellenbrauerei DENKMALz, der Kirner Privatbrauerei und weiteren Produzenten sorgen für das leibliche Wohl. Auch programmatisch wurde neben den internationalen und bundesweiten angesagten Bands und Solokünstler*Innen bewusst ein spezieller Fokus auf die Region gelegt. So wurde in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Synagoge Laufersweiler die Ausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ verwirklicht, die aktuell in Bad Sobernheim auf dem Marktplatz vor dem Rathaus zu sehen ist und auch weiter auf Tour gehen soll. Weiter erinnerten Performances vom Frankfurter Künstler Dirk Baumanns an den Pfarrer und NS-Widerstandskämpfer Paul Schneider, der im nur wenige Kilometer entfernten Pferdsfeld aufwuchs. Schneider lehnte sich als Pfarrer im Hunsrück sowie als Gefangener im KZ Buchenwald vehement gegen das NS-Regime auf und setzte sich für Juden und Jüdinnen ein. Er wurde schließlich von den Nationalsozialisten im Alter von nur 41 Jahren ermordet. Beide Programmpunkte waren Beiträge innerhalb des Festjahres „2021:  Jüdisches Leben in Deutschland“.

Im Programm wirkten zudem zahlreiche Akteure aus der Region mit, darunter die Bands „Long-hair Discharge“, „We are Rome“ oder der DJ „audite“, der mittlerweile in Leipzig beheimatet ist. Dazu kamen Infostände von „Amnesty International Bad Kreuznach“, „Kreuznach für Vielfalt“ oder „Aktiv für Flüchtlinge Bad Kreuznach/Rheinland-Pfalz“. Wie schon 2019 war es den Veranstaltern auch dieses Mal wieder wichtig, kostenlose Tickets für Geflüchtete und andere Menschen, die sich Konzerte sonst nicht leisten können, bereitzustellen.

Förderer, Schirmherren & Partner

Das Festival wurde gefördert durch die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von Neustart Kultur. Weitere Hauptförderer waren das Festjahr „2021: Jüdisches Leben in Deutschland“, der Kultursommer Rheinland-Pfalz, DENKMALz – die Kapellenbrauerei, der Förderfonds Demokratie sowie die Amadeu Antonio Stiftung. Die Schirmherrschaft hatten Staatssekretär Dr. Denis Alt aus dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, Uwe Engelmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nahe-Glan, Michael Greiner, Bürgermeister der Stadt Bad Sobernheim, sowie Torsten Baus, Bürgermeister der Ortsgemeinde Auen, übernommen.

Weitere Förderer & Partner:

WochenSpiegel (Medienpartner), Schneider Bau, Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V., Hevert Foundation, Kleinmotoren-Schmidt, Kirner Privatbrauerei, pop rlp, ByteFM, laut.de, Höme Festivalcamp, SooNahe, Ferienregion Nahe-Glan, Weingut Hees, Hunsrück-Museum Simmern

 

Ausstellung zu jüdischem Leben in Meisenheim

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IFM geht mit Wanderausstellung auf Tour

– Die Ausstellung am Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim. V.l.n.r.: Alexandra Schäfer (Lehrerin und IFM-Mitglied), Direktorin Karin Hofmann, Schülervertretung des Paul-Schneider-Gymnasiums, Tobias Mittag (Stv. Vorsitzender und Grafiker IFM) und Staatssekretär Dr. Denis Alt (Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit RLP) © IFM

Die von uns ins Leben gerufene Outdoor-Ausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ ist letztes Wochenende von Bad Sobernheim weiter nach Meisenheim gewandert. Bis zum 17.12. ist die Schau nun öffentlich zugänglich auf dem Schulhof des Paul-Schneider-Gymnasiums zu sehen. Die Präsentation wurde für unser IFM-Festival „Auf Anfang!“ im Rahmen des Festjahres „2021: Jüdisches Leben in Deutschland“ verwirklicht und vom Förderkreis Synagoge Laufersweiler unter Federführung von Carolin Manns kuratiert. Die Besucherinnen und Besucher folgen den Spuren der Juden in der Region über Jahrhunderte und erhalten Einblicke in die jüdische Lebensweise und Kultur. Dabei werden auch Ausgrenzung, Antijudaismus und Antisemitismus in den Blick gerückt.

An der Schule freut man sich auf die IFM-Ausstellung. Direktorin Karin Hofmann wünscht sich für die Schulgemeinschaft und alle darüber hinaus Interessierten „lehrreiche Erkenntnisse, neue Einblicke und mehr Verständnis füreinander. Jüdische Geschichte und Kultur spielen im Unterricht immer eine Rolle und als ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ engagieren wir uns bereits seit Jahren gegen Antisemitismus – ob in Form von Unterrichtsgängen zu den Stolpersteinen in Meisenheim oder den jüngst ausgezeichneten Aktionen unserer Schülervertretung zum Schicksal von Anne Frank. Die informative und ansprechend gestaltete Ausstellung bietet eine gute Gelegenheit, sich mit jüdischem Leben vertraut zu machen.“

Mit der aus sechs Modulen und interaktiven Elementen bestehenden Ausstellung soll jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart einem breiten Publikum erfahrbar gemacht und dem Vergessen entgegengewirkt werden. Solche kreativen Formen politischer und kultureller Bildung bieten für Staatssekretär Dr. Denis Alt die Chance, neue Zugänge zu gesellschaftsrelevanten Themen zu schaffen und an der Stabilisierung unseres demokratischen und pluralistischen Gemeinwesens mitzuwirken. „Je mehr wir über die Geschichte, die Zusammenhänge und die gelebte Vielfalt erfahren“ sagt er, „desto stärker stehen wir Hass, Hetze und Verschwörungsideologien entgegen. Schon seit Jahren setzt die Initiative für Freizeit und Musikkultur mit ihren Projekten wichtige kulturelle und prodemokratische Impulse im ländlichen Raum. Deshalb habe ich gerne die Schirmherrschaft für diese aussagekräftige Ausstellung übernommen und auch die Landeszentrale für politische Bildung unterstützt das Projekt.“ Dank zusätzlicher großzügiger Zuwendungen der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung kann die Ausstellung weiter auf Tour gehen. So steht eine Folgestation in Bad Kreuznach ab dem 18.12. bereits fest. Für 2022 sind weitere vier Stationen im Hunsrück geplant sowie eine Abschlussveranstaltung in Bad Sobernheim.

Informationen zur Ausstellung und zur IFM unter www.initiative-fm.de