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IFM-Podcast zu jüdischem Leben im Hunsrück

By Februar 19, 2022Aktuell

 

Norman Schäfer (IFM) und Carolin Manns (Förderkreis Synagoge Laufersweiler) bei der Podcast-Aufzeichnung.

Die von uns zusammen mit dem Förderkreis Synagoge Laufersweiler realisierte Wanderausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ ist aktuell an der vierten Station in Rheinböllen vor dem Rathaus zu sehen. Als Ergänzung zum Ausstellungsbesuch vor Ort haben wir nun einen ca. 40-minütigen Audio-Podcast veröffentlicht. Im Gespräch mit dem IFM-Vorsitzenden Norman Schäfer beleuchtet Ausstellungskuratorin Carolin Manns die vielfältige jüdische Geschichte der Hunsrück-Region und die wichtige Erinnerungs- und Begegnungsarbeit des Förderkreises Synagoge Laufersweiler. Auch gegenwärtige Herausforderungen werden aufgegriffen. Am Ende des Beitrags dürft ihr euch auf einen Livemitschnitt des Konzerts von Daniel Kahn beim letztjährigen IFM-Festival „Auf Anfang!“-Festival freuen. Seine jiddische Interpretation des weltberühmten Songs „Halleluja“ von Leonard Cohen hat es selbst zu großer internationaler Bekanntheit geschafft.

Der „IFM-Podcast“ kann auf allen gängigen Podcast-Plattformen wie Google Podcasts, Apple Podcasts oder Spotify sowie unter www.anchor.fm/initiativefm gehört werden.

 

Ausstellungsimpression „Jüdisches Leben im Hunsrück“, Foto: Markus Below

Die Ausstellung „Jüdisches Leben im Hunsrück“ folgt den Spuren der Juden in der Region, gibt Einblicke in die jüdische Lebensweise und Kultur und nimmt sich historischen und heutigen Formen des Antisemitismus an. Der Fokus auf jüdischem Leben und nicht auf Verfolgungen. Denn über Jahrhunderte waren Jüdinnen und Juden im Hunsrück zu Hause und prägten die dörflichen und kleinstädtischen Strukturen. Nach der Vertreibung aus den Städten siedelten sich ab dem 16. Jh. zahlreiche Juden und Jüdinnen auf dem Land an und gründeten kleine Gemeinden. Zunächst nur geduldet, erfolgte erst im 19. Jh. eine langsame rechtliche Emanzipation und Annäherung an die christliche Mehrheitsgesellschaft. Viele Berufe blieben den Landjuden lange verschlossen und so verdingten sie sich mehrheitlich als Viehhändler oder umherziehende Kaufleute, lebten in ärmlichsten Verhältnissen. So gut wie möglich versuchten sie ihre religiösen Traditionen und Bräuche aufrechtzuerhalten. Im Rhein-Hunsrück-Kreis erlebte das Landjudentum Ende des 19. Jh. seinen Höhepunkt. Dort stieg in einigen Dörfern der jüdische Bevölkerungsanteil um 1900 gar auf über 20%.

Die Schau wurde für das letztjährige IFM-Kulturfestival „Auf Anfang! Musik, Kunst & Solidarität“ von Carolin Manns vom Förderkreis Synagoge Laufersweiler kuratiert. Für die Projektierung, Konstruktion, Gestaltung und Koordination zeichnet die IFM verantwortlich.

Infos zur Ausstellung  und den Stationen

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